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Bukarest

 

Eine kleine, spontane Entdeckungstour durch Bukarest am Tag und in der Nacht.

Stadtbummel

Ein Ort der Superlative

Ein Ort der Kontroverse

Damals und Heute

Der Traum eines Diktators manifestiert sich in Stein.

Parlamentspalast

 
Bukarest, Rumänien, Lars Hauck

Ein Stadtbummel

durch Bukarest

Städte Reise

Eine kleine, spontane Entdeckungstour durch Bukarest am Tag und in der Nacht.

Wir hatten einfach mal Lust eine uns unbekannte Stadt zu Fuß zu erkunden und fuhren relativ spontan und ohne jegliche Vorbereitung nach Bukarest in Rumänen.

Wir waren auf nichts fokussiert, was man "unbedingt sehen muss", haben die Stadt ohne  jeglichen Zeitdruck erlebt und uns über alles gefreut was uns begegnet ist.

Weil wir ganz ohne Erwartungen kamen, waren wir neugierig und offen, nahmen  alles so wie es kam und dabei haben wir uns von der Stadt  und unserer Stimmung aufsaugen lassen und dabei unsere ganz eigenen Sehenswürdigkeiten gefunden.

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Nach der Anreise war uns zuallererst ein bisschen nach Ruhe und durchatmen.

Nördlich vom Zentrum bietet der Park Herastrau genau das auf einer recht großen Fläche.

Der Charakter des Parks wird durch einen großen See geprägt, der alleine schon mehr als die Hälfte der Gesamtfläche einnimmt.

Der Park besteht aus einem öffentlichen Teil und einem Museum in dem alte Häuser aus ganz Rumänien ein neues zu Hause gefunden haben und besichtigt werden können.

 

Außerhalb des Museumsgeländes gibt es jede Menge lauschige Ecken, um sich zu entspannen und die Ruhe und Natur in der Stadt zu genießen.

Tehnoimport Gebäude

Bucharest Tehnoimport Building Bukarest

Dieses Gebäude hat meine Aufmerksamkeit erregt und mein Interesse geweckt.

Erbaut wurde es 1935, geplant von den Architekten Harry Stern, Rudolf Fränkel und Marcel Local.

Das modernistische Gebäude war die Zentrale der staatlichen Außenhandelsfirma "Tehnoimportexport".

Seit 1985 beherbergt es Wohnungen.

Ich frage mich die ganze Zeit wie man eigentlich eine Runde Wohnung einrichtet.

Caru' Cu Bere

Caru cu bere Bukarest Bucharest

Zeit für ein wenig Nachtleben.

Man könnte zu Recht sagen, dass es sich hier um einen touristischen Ort handelt.

Aber manchmal sind auch touristische Orte ein Original.

Und das hier ist definitiv  eines...

Das Lokal mit seiner im Jugendstil gestalteten Einrichtung wurde 1879 eröffnet und nach einer wechselvollen Geschichte ist jetzt alles im Großen und Ganzen wie früher.

Zuerst dachten wir, dass es zu voll sei, aber dann traten wir trotzdem ein und wurden nicht enttäuscht.

Sie brauen ihr eigenes Bier, sie servieren leckeres Essen und der Gastraum sieht fantastisch aus, daran gibt es nichts Schlechtes.

Und hey, schließlich sind wir Touristen.

Caru' Cu Bere, Treppenhaus Bukarest Bucharest staircase romania

Seit 2006 haben die Nachkommen des Gründers die Leitung übernommen.

 

Sie sind bemüht das Andenken zu wahren und den ursprünglichen Zustand des Gebäudes und seines Umfeldes in jedem Detail zu erhalten und da wo nötig wieder herzustellen.

In den oberen Stockwerken des Gebäudes planen sie zudem ein kleines Museum zur Geschichte des Hauses und Ihres Gründers einzurichten.

Metro System

Bukarest  Piata Aviatorilor Metro System Bucharest

Piața Aviatorilor Metro Station.


Egal wo ich auf der Welt unterwegs bin, das U-Bahn-System einer Stadt ist für mich ein Muss.

Dort finde ich immer ein zusätzliches, manchmal das wahre Gesicht einer Stadt.

Im Untergrund kommt alles zusammen.

Es sind die Geräusche, die Gerüche und das Verhalten der Menschen die einer jeden Stadt einen anderen Charakter verleihen.

In Bukarest wurde die Metro erst 1979 in Betrieb genommen und das Netzwerk wird von Metrorex betrieben.

Bukarest Metro Systm Bucharest Charles de Gaulle

Piața Aviatorilor Metro Station.

Bukarest ist die einzige rumänische Stadt die über eine U-Bahn verfügt.

 

Da der Autoverkehr zur Rush-Hour regelmäßig zum Erliegen kommt ist die U-Bahn eine wirklich notwendige Stütze für alle Pendler.

Im Berufsverkehr fahren die Züge dann alle drei bis fünf Minuten.

Im Jahr 2016 wurde das System von knapp 180 Mio. Menschen genutzt.

Das bedeutet fast eine halbe Millionen Menschen pro Tag.

Bukarest Metro Station Piata Charles de Gaulle Bucharest

Piața Aviatorilor Metro Station.

Die einzelnen Stationen entwickeln ihren ganz eigenen Charme.

Sie stellen zudem  an vielen Orten auch ein notwendiges Verbindungs- und Unterführungssystem für die Fußgänger dar, um die teils riesigen Straßen und Kreuzungen zu unterqueren.

Platz der Revolution

Piata Revolutiei - Platz der Revolution, Bukarest, Rumänien

Ein Ort der Erinnerung.

Hier fand am 22.12.1989 der letzte Aufstand gegen das damalige kommunistische Regime statt.

Es ist der Ort an dem

Nicolae Ceaușescu seine letzte öffentliche Ansprache hielt - danach floh er und wurde kurze Zeit später hingerichtet.

Das Revolutionsdenkmal soll sowohl an diese Ereignisse erinnern als auch an die Wiedergeburt der Nation.

Alt - Neubau Kombi

Die Architektur der rumänischen Hauptstadt scheint manchmal geradezu wild zusammengewürfelt.

Dieses Beispiel sehr mutiger Architektur überraschte mich in der Nähe des Platzes der Revolution.

Ich war überrascht und irgendwie auch angezogen von der Mischung aus Alt- und Neubau.

Es sieht aus als ob da einer mit Photoshop ran gegangen ist.

Dachlandschaften

Die Dächer in Bukarest haben mich häufig an Postkarten aus Paris erinnert.

 

Immer wieder ließ sich erahnen, dass sich auf manchem Haus eine bunte Mischung aus  Terrassen, Wäscheplätzen, Lüftungsschächten Geräten und Leben versteckt.

Überhaupt war ich ständig aufs Neue von der Bausubstanz in der Innenstadt fasziniert in der neoklassizistische Bauten oft direkt neben modernsten Hochhäusern stehen.

 

Dieser wunderschöne Ausblick präsentierte sich uns aus unserem Hotelzimmer.

 

Das Gebäude gegenüber ist die Nationalbank von Rumänien und daran angeschlossen das Museum der Nationalbank.

Hey,


schön, dass Du hier vorbeischaust!
Ich bin Lars, ständig fernwehgeplagt und habe eine Vorliebe
für spontane Individualreisen, Roadtrips und Outdoor Abenteuer.
Hier kannst Du mit mir auf Reisen gehen, Dich inspirieren
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Auf dem Weg durch die Nacht stand ich plötzlich an dieser Straßenecke.

Als Elektriker in Bukarest muss man wohl viele Fähigkeiten haben - das Wichtigste, so scheint es mir, ist es den Überblick zu behalten.

Palatul Parlamentului

Der Parlamentspalast

Parlamentspalast Palace of Parliament

Essay

EIN ORT DER SUPERLATIVE

EIN ORT DER KONTROVERSE
DAMALS UND HEUTE
DER TRAUM EINES DIKTATORS MANIFESTIERT SICH IN STEIN

DER PARLAMENTSPALAST IN BUKAREST

Parlamentspalast Palace of Parliament

Mit dem Bau des Palastes wurde 1984 nach den Vorstellungen von Nicolae Ceaușescu begonnen.

 

Davor mussten jedoch erst einmal ca. 40.000 Menschen ihre, teils historischen, Häuser aufgeben.

Kirchen und Synagogen wurden abgerissen, ebenso ein Stadium im Art Deco Stil.

 

Die Architektin Anca Petrescu gewann den Wettbewerb für den Bau des Palastes unmittelbar nach dem Abschluss ihres Studiums im Alter von nur 26 Jahren.

Zunächst war geplant das gesamte Gebäude in nur zwei Jahren zu errichten, es war jedoch schnell klar, dass dieser Zeitplan nicht zu halten war und er wurde um weitere vier Jahre auf 1990 verlängert.

Nach der Exekution der Ceaușescu's 1989 brach eine Diskussion über die Zukunft des Palastes aus.


Im April 1991 fiel die Entscheidung, den ganzen Komplex nicht abzureißen, sondern stattdessen den Bau zu beenden.


Heute beherbergt er unter anderem den Senat, die Abgeordnetenkammer, drei Museen und ein internationales Konferenzzentrum.


Bis heute sind viele, der mehr als 5.000 Räume immer noch nicht fertiggestellt.

Alleine die Instandhaltungskosten des Gebäudes  betragen 50.000.000 US $ pro Jahr.

Parlamentspalast Palace of Parliament

Wie allen echten Diktatoren konnte Ceaușescu aus dem Vollen schöpfen, 

er hatte Zugriff auf die gesamten Ressourcen seines Landes, auf das Geld, 

die Arbeitskräfte und auch die Handwerker.

In diesem repräsentativen Raum könnt Ihr Euch  ein Bild davon machen, warum man 3.500t Kristalle für die 480 Kronleuchter brauchte, warum  150.000 Glühbirnen für den Palast benötigt wurden und was es bedeuten könnte, alle, mehr als 5.000 Räumen mit insgesamt 52.000 qm Teppichen auszulegen.

Die Baukosten werden auf 3,3 Milliarden US-Dollar geschätzt, das wären dann 40% des Bruttoinlandsprodukts gewesen.

Parlamentspalast Palace of Parliament

In seiner Monumentalität übersteigt dieses Gebäude jeden bisher bekannten Rahmen klassischer und neoklassischer Vorläufer.

Ceaușescu verfolgte minutiös den Fortschritt  der Bauarbeiten.

Er kam jeden Samstag auf die Baustelle und beschwerte sich über alles was ihm nicht gefiel.

Diese Treppe musste dreimal gebaut werden, bis sie den Erwartungen des Diktators entsprach.

Alle im Palast verwendeten Materialien, mit Ausnahme der technischen Ausstattung, stammen aus Rumänien.

Der, im gesamten Palast verwendete, Marmor stammt aus Siebenbürgen und repräsentiert die gesamte rumänische Produktion von zehn Jahren.

Beim Verlassen des Palastes

bleibt die verstörende Reflexion

Des irrealen zurück.

​Begleitet von einem eigenartigen Beigeschmack,

einer aus dem Gleichgewicht

Geratenen Welt.

© 2018 by Lars Hauck

Parlamentspalast

Strada Izvor 2-4 

 Bukarest

Rumänien

 

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